Projekt Kirchgarten Brandis

„Geh aus mein Herz und suche Freud“

Unser Kirchgarten ist ein Schatzkästlein Gottes für uns und die Natur. Von Mauern geschützt, mit Obstbäumen, Sträuchern und Kräuterrasen beschenkt, unversiegelt, mit herrlichem Blick auf die schöne Kirche hat er das Potential für einen Ort zum Auftanken, Erleben und für Gemeinschaft!
Pflegende Hände haben begonnen, ihn vor Zuwuchern zu bewahren und dabei seine möglichen Qualitäten entdeckt. Frau Petra Schulze hat vor 3 Jahren ein Projekt zur naturnahen Weiterentwicklung des Gartens angeschoben; der Kirchenvorstand im März 2019 dem Vorhaben zugestimmt.
Alle Gemeindemitglieder werden in Planung, einen Teil der Umsetzung und der Pflege mit einbezogen. Denn der Garten braucht deren Ideen und Vorstellungen, um zu einem persönlichen Garten zu werden, der ein Teil von ihnen selbst wird!
Der 905 m² große Garten bedient 4 große Funktionsbereiche, die viele Schnittflächen aufweisen.
   1. Spielen, Lernen und Erholen
   2. Gemeinde und Kommunikation
   3. Naturerlebnis und Naturschutz
   4. Gott erleben in seinen kreativen Werken
Desto länger die Coronazeit, desto mehr erkennen wir wie wichtig großzügige, hausnahe, natürliche Erholungs- und Begegnungsstätten sind. Die derzeitigen Erschütterungen unserer alten Lebenskonzepte führen uns wieder zurück in den engeren Kreis einer Kirchgemeinde, zurück zu den Antworten der Bibel auf die Sinnhaftigkeit des Lebens.
Der Garten lädt durch seine geborgene Lage ein zur Stille, zur Besinnung und zum persönlichen Gespräch, zur Gemeinschaft bei der Pflege. Die Kreise freuen sich auf Treffen im Grünen. Die Eltern wissen es zu schätzen, wenn die Kinder im Garten vertieft und frei spielen und lernen können. Pflanzen und Tiere bekommen weitere Lebensräume und sollen zunehmen in ihren Arten und Formen! Ein Trittstein innerhalb der Stadtnatur! Eine Einbindung ins städtische Umfeld ist geplant, Besucher außerhalb der Kirchgemeinde zu bestimmten Anlässen und Zeiten erwünscht.
Die Sanierung der Mauern und die Bewahrung als Obstgarten hilft das kostbare historische Ensemble der Kirche zu erhalten. Ursprünglich hatten die Pfarrersfamilien dieses Gartenstück zu ihrer Versorgung genutzt. Regenwasser vom Schuppen soll oberflächlich versickern. An das zugehörige Fallrohr sowie an ein Fallrohr des Pfarrhausdaches werden Regenwasserfässer zur Bewässerung angeschlossen.
Spezielle Bauweisen, haltbare und teils gebrauchte Materialien, Bepflanzungen und Aussaaten gewährleisten Nachhaltigkeit. Ebenso sollen die personalisierten Angebote des Gartens und die Benutzerbeteiligung eine langfristige Nutzung des Gartens fördern. Es werden alle Register eines pflegeleichten Gartens gezogen. Schon jetzt existiert ein kleines Pflegeteam.
Das Ziel eines naturnahen Gemeinschaftsgartens fördert die Lebensqualität und damit die Attraktivität Brandis als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Die Bewahrung, Weiterentwicklung und neue Nutzung des Gartens schützt auch vor der Gefahr einer zukünftigen Überbauung und erhält die typische ländliche Dorfstruktur rund um die Kirche.
Projektbegleiter ist unsere Freude an Gott und seiner Schöpfung, die ihm die Ehre gibt!

Ende April wurde ein LEADER-Förderantrag an das Regionalmanagement Leipziger Muldenland gestellt. Er beinhaltet auch die notwendige Sanierung der Gartenmauern.

Den Vorentwurf und weitere Infos zum Projekt finden sie hier.